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© Tosca Süto, www.equine-photo.de
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Deutschland

Reiten und Fahren

zwischen 1,38 und 1,50, bei gutem Exterieur auch größer

Fuchsfarben von Licht- bis Kohlfuchs, bei lichtem Langhaar

Ursprung

Der Haflinger stammt ursprünglich aus Tirol, aus dem Dorf Hafling. Begründer dieser Rasse ist der Hengst 249 Folie.

Zuchtgebiet(e)

Allgemeines zur Pferderasse

Nach den geltenden Zuchtbestimmungen darf sich nur noch Haflinger nennen, was entsprechend der Rassebestimmungen des Ursprungslands auch ein Haflinger ist. Das bedeutet, dass als Mindestanforderung 6 Generationen Reinzucht  nachgewiesen sein muss, damit nicht  mehr als 1,56 % (ox-) Fremdblut vorhanden ist.

Da es bundesweit eine recht große Anzahl von Kreuzungsprodukten gibt, die den Rassebestimmungen der Haflinger nicht entsprechen, wurde eigens für diese eine neue Pferderasse genehmigt, die den Namen Edelbluthaflinger trägt. Das heißt nun nicht, dass diese Kreuzungsprodukte die edleren Haflinger sind, nein, es heißt vielmehr, dass diese Pferde mit anderen blutführenden Pferderassen - meist Arabern - gekreuzt worden sind und deshalb nicht mehr als Haflinger bezeichnet werden können.

Man hätte sie auch "Arabohaflinger" nennen können, hat sich aber für "Edelbluthaflinger" entschieden. 
Für diese neue Pferderasse, die es nur in Deutschland gibt, haben nun die Zuchtverbände ein separates Zuchtregister angelegt, in der sowohl Stuten als auch Hengste eingetragen werden. Künftig werden deshalb bei Schauen und anderen Veranstaltungen diese beiden Pferderassen unabhängig voneinander antreten können.

 

Exterieur

Typ :    
Erwünscht ist ein harmonischer, für ein universell verwendbares Feizeitpferd geeigneter Körperbau. Erwünscht ist das Erscheinungsbild eines eleganten und harmonischen Pferdes. Hierzu gehören ein trockener und ausdrucksvoller Kopf mit großem Auge, gut geformter Hals, ein genügend langes und elastisches Mittelstück, eine gute nicht zu abgezogene und nicht zu kurze Kruppe, eine plastische Bemuskelung sowie korrekte, klare Gliedmaßen mit guten Gelenken. Zuchthengste und -stuten sollten über einen deutlichen Geschlechtsausdruck verfügen.

Fuchsfarben vom Lichtfuchs bis Kohlfuchs mit lichtem Langhaar. Farbunreinheiten in der Grundfarbe, wie Stichelhaar oder "Edelflecken" sind unerwünscht und werden negativ beurteilt, bis zum Ausschluss. Farbunreinheiten im Langhaar sind unerwünscht und werden negativ beurteilt bis zum Ausschluss.

Kopfabzeichen sind erwünscht, aber nicht Voraussetzung, zuviel Abzeichen sind unerwünscht und können bis zum Ausschluss führen. Beinabzeichen sind nicht erwünscht, werden aber bis zu einem Beinabzeichen bis halbe Schiene nicht negativ beurteilt, zwei Beinabzeichen werden mit einem Punkt Abzug beurteilt, drei Beinabzeichen mit 2 Punkten Abzug, vier Beinabzeichen bedeuten den Ausschluss. Beinabzeichen über das Sprunggelenk bedeuten ebenfalls den Ausschluss.

Von 138 bis 150 cm Sollmaß. Das Mindestmaß wird nicht unterschritten, ein Nichterreichen führt zum Ausschluss. Das Höchstmaß kann überschritten werden, bei entsprechend guter Exterierbeurteilung. Insbesondere gilt ein hervorragender Charakter ohne Mängel und ein ausgeglichenes Temperament.

Kopf :  
Der Kopf soll edel und trocken sein, in der Größe harmonisch zum Pferd passen, mit einem großen nach vorne gerichteten Auge und weiten Nüstern. Der Kopf soll auch genügend Genickfreiheit und eine korrekte Stellung des Ohres aufweisen.
Hals:    
Die Halsung soll lang genug sein und sich zum Kopf hin verjüngen, weder mit Unterhals noch mit Schwanenhals sein, nicht zu breit sein und eine gute Ganaschenfreiheit aufweisen, sowie über viel Bewegungsfreiheit im Genick verfügen.
Vorhand:
Ein markanter, weit in den Rücken hineinreichender Widerrist, eine große, schräg gelagerte Schulter und ausreichende Brusttiefe, sind erwünscht.
Mittelhand:    
Der Rücken soll mittelang und gut bemuskelt sein sowie in der Bewegung Schwingung, Tragkraft und Gleichgewicht vereinen.
Hinterhand:    
Für die Hinterhand gilt eine lange, leicht geneigte, nicht zu stark abgezogene und nicht zu stark gespaltene, kräftig bemuskelte Kruppe. Der Schweif soll nicht zu tief angesetzt sein. Insgesamt gilt eine harmonische Rumpfaufteilung in Vor-, Mittel- und Hinterhand.
 Vordergliedmaßen:    
Das Fundament soll insbesondere durch eine korrekte Stellung mit klar ausgeprägten Gelenken überzeugen, bei einem breiten und flachen Vorderfusswurzelgelenk. Von hinten und vorn gesehen eine gerade Gliedmaßenstellung, ein von der Seite gesehen geradegestelltes Vorderbein, sowie eine jeweils gerade Zechenachse mit etwa 45° bis 50° zum Boden sind erwünscht. Die Fesseln sollen lang und gut entwickelt sein. Die Hufe rund, klar und hart. Die Proportion Unterarm zu Vorderfusswurzelgelenk bis Huf soll ca. 50 % betragen.
Hintergliedmaßen:    
Für die Hintergliedmaßen gilt von der Korrektheit in der Stellung das gleiche wie für die Vordergliedmaßen, erwünscht ist aber ein korrektes gut ausgeprägtes und kräftiges Sprunggelenk mit guten Übergängen und ein im Sprunggelenk mit etwa 150° gewinkeltes Hinterbein.
Gangkorrektheit:    
Der Gang soll möglichst korrekt, elastisch und taktrein, ohne gravierende Fehler sein.
Raumgriff:    
Das Pferd soll über einen möglichst guten Raumgriff verfügen, bei nicht zu flachen Gängen.

Interieur

Sehr freundliches Wesen. Ein universell einzusetzendes Pferd, für Freizeit und Sport.

Zuchtgeschichte


Quelle(n)

http://www.haflingerzuchthof.de

Wo kann ich Pferde dieser Rasse reiten?

Reiterreisen zur Rasse bei Pferd & Reiter

Foto-Galerie

© Tosca Süto, www.equine-photo.de
Hengstfohlen Bonaparte von Barolo. Foto: M.Strunk
Staatsprämienstute Alegra. Foto M.Strunk

Literatur

Haflinger